Foliengewächshaus

Foliengewächshaus und Folientunnel

Ein Foliengewächshaus oder Folientunnel ist in der Regel ein Kleingewächshaus mit Folie anstatt Glas oder Kunststoff-Eindeckung. Wie die Plane bei einem Zelt wird die Folie über Steckverbindungen oder einen Unterbau gespannt. Foliengewächshäuser gibt es für jede Größe: vom Kleingewächshaus bis zum Folientunnel. In Länge, Breite und Höhe sind Größe und Form individuell planbar.

Früher Frühling unter Folie

Das Vorziehen frischer Kräuter, jungem Gemüse oder Sommerblumen unter Folie lohnt sich für Gartenbesitzer. Denn nicht jede gewünschte Sorte ist als Jungpflänzchen erhältlich. Früchte wie Tomate oder Paprika reifen in unserer Klimazone selten bis zu den Herbstmonaten aus, wenn erst Mitte Mai direkt ins Beet gesät wird. Ideal für die Vorkultur eignet sich ein frostfreies Foliengewächshaus oder ein Folientunnel.

Herrschen Minustemperaturen unter Folie, ist es besser das Gewächshaus nur während der Vegetationsperiode zu nutzen. Frostharte Sorten oder Kaltgewächse wie Spinat und Radieschen können ab Februar angesät werden. Als Treibhaus für wärmeliebende Pflanzen wie Tomate, Paprika oder Gurken ist das Foliengewächshaus oder der Folientunnel ab Mai nutzbar.

Ob Sie größere Pflanzen überwintern oder kleine Setzlinge unterbringen wollen: Foliengewächshäuser können für Aussaat, Anzucht oder als Winterquartier genutzt werden. Es gibt sie für jeden Anspruch vergleichsweise günstig zu kaufen.

Bauweise

Foliengewächshaus bruchsicher und unkompliziert
Die meisten Foliengewächshäuser oder Folientunnel lassen sich wie ein Zelt mit wenigen Handgriffen selbst aufstellen. Eine bruchsichere und unkomplizierte Montage im Garten ist dank reißfester Gitter- oder Doppelschlauch-Folie und Steck-System möglich. Bei Bedarf kann es auch versetzt werden. Durch umfangreiches Zubehör wie Lüftungsklappen, Bewässerung, Heizung und spezieller UV-Tropen-Folie mit höherer Lichtdurchlässigkeit kann ein Foliengewächshaus oder Folientunnel weiter aufgewertet werden.

Vor- und Nachteile bei Foliengewächshäuser

Unschlagbar ist das Preis-/Leistungs-Verhältnis. Einfache Transportmöglichkeiten, unkomplizierte Montage und Wartung sind weitere Pluspunkte. Im Vergleich zu Glas ist die Folie bruchsicher, beliebig formbar und je nach Qualität 3 bis 5 Jahre haltbar. Kein Wunder, dass Hobby- und Profi-Gärtner Foliengewächshäuser weltweit für die Pflanzenzucht einsetzen.

Sicherheit, Stabilität und Belüftung

Bei manchem Foliengewächshaus genügt ein geringer Windstoß und es fliegt durch den Garten. Je nach Qualität, Konstruktion und Windverstärkung kann es aber auch stürmischem Wetter standhalten. Wie beispielsweise die Foliengewächshäuser in Gärtnereien beweisen.

Und sollte doch mal was kaputt gehen – Folien lassen sich ohne allzu großen Aufwand auswechseln und reparieren.

Wenig Lüftungsmöglichkeiten, starke Temperaturschwankungen, Hitzestau und hohe Luftfeuchtigkeit durch zu viel Sonne sind die Nachteile vieler Foliengewächshäuser oder Folientunnel. Hochstellbare Klappgiebel, oder Giebellüftungsklappen und Ventilatoren sind hier eine sinnvolle Investition.

Der beste Platz für ein Foliengewächshaus

Wie bei allen Gewächshäusern ist auch hier die Ausrichtung der Breitseite in Süd-Richtung ratsam, um vom Treibhaus-Klima zu profitieren. Für die Stabilität und Sicherheit sollte dieser Platz windgeschützt sein. Schattengewebe helfen Hitzestaus zu vermeiden. Die richtige Bodenbeschaffenheit sollte ebenfalls beachtet werden.

Spar-Tipp Foliengewächshaus

Eine der günstigsten Möglichkeiten Pflanzen mit geringen Kosten heranzuziehen ist die unter einem Foliengewächshaus. Wind und wettergeschützt, wachsen sie unterm Folienhaus schneller – Sie können früher und länger ernten und genießen.

Der Einstiegspreis für kleine, einfache Foliengewächshäuser beginnt bei ca. 20,– Euro. Für ein mobiles Foliengewächshaus zur Überwinterung großer Pflanzen mit Kälteschutz und stabiler Qualitätskonstruktion kann man auch bis zu 1.000,– Euro investieren. Je nach Länge, Breite, Höhe und Ausstattung liegen die Preise zwischen 50,– und 500,– Euro.

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